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Modellprojekt Ökolandschaftssiedlung „Sophia“

Alle Welt spricht von Nachhaltigkeit- das Schlagwort des 21. Jahrhunderts. Nach zwei Jahrhunderten Industrialisierung und rücksichtlosen konventionellen Anbaumethoden der Agrarwirtschaft hat die Umweltzerstörung- und Verschmutzung, Zerstörung von Ökosystemen und Böden mit konsekutivem Verlust der Biodiversität weiter rasant zugenommen. Somit ist unser Lebensraum- fürs Überleben unserer Kinder und Enkeln, der gesamten Menschheit unabdingbar zunehmend gefährdet. Jeder weiß das.

Fragen zum Klimawandel sowie ökologische und gesundheitspolitische Zusammenhänge werden aktuell viel diskutiert, jedoch ohne bahnbrechende Erfolge. Die Einflussnahme des Menschen auf Flora und Fauna drückt sich in vielen Projekten aus, die gerade im Garten- und Landschaftsbau unsere nähere Zukunft bestimmen. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach naturnahen Lebensformen der Stadtbewohner und spielt konzeptionell eine immer größere Rolle.

Hier wollen wir ein innovatives Modellprojekt vorstellen, welches Natur- und Artenschutz in Symbiose mit (klein-)landwirtschaftlicher Nutzung im Rahmen einer Landschaftssiedlung verbindet. Das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben soll in besonders beispielhafter und maßtabsetzender Weise die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Verfahren im Natur- und Artenschutz umsetzen sowie über seine regionale Wirkung hinaus als Vorbild in Deutschland und Europa dienen. Die Maßnahmen sollen den Rückgang der biologischen Vielfalt stoppen sowie mittel- und langfristig in einen positiven Trend umkehren.

Neuartigkeit des Projekts besteht in umfassenden und weitreichenden Maßnahmen von Natur- und Artenschutz in Kombination /Symbiose mit landwirtschaftlicher Nutzung sowie gleichzeitiger Berücksichtigung der kulturlandschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungspunkten.

 

Das Konzept umfasst viele für Bundesrepublik strategisch wichtige Entwicklungspunkte wie:

Natur-, Umwelt- und Artenschutz (Genpool, „Genbank“), Förderung des Biolandbau, Steigerung dessen Produktivität und Versorgung der Bevölkerung mit gesunden und preiswerten (Bio-)Lebensmitteln, Verbesserung/ Optimierung der Vermarktung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, Weiterentwicklung des landwirtschaftlichen Raums, Sicherung und Entwicklung von Kulturlandschaften sowie Förderung des Naturtourismus und Erholung, Bereitstellung von Wirkstoffen für Arzneimittel, angewande Forschung und Entwicklung der Umwelt- und Ressoursenfreundlichen Technologien, u.a. in der Energieversorgung und Hausbau.

 

Projektziele

1. Es soll ein Naturschutzreservat geschaffen werden, das den Natur- und Artenschutz 

   (Biodiversität/ Genpool/ Samenbank) als oberstes Ziel hat.

2. Integration der Landwirtschaft auf neue, innovative Art in Natur- und 

    Landschaftsschutz.

3. Versorgung der Bevölkerung mit gesunden und preiswerten Bio-Lebensmitteln.

4. Weiterentwicklung des Landwirtschaftlichen Raums, Erhaltung der kulturelen  

    Landschaft und Schaffung neuer Arbeitsplätze auf dem Land.

5. Weitere Forschung und Entwicklung der Umwelt- und Ressoursenfreundlicher

    Technologien z.B. in der Energieversorgung und Hausbau des Landwirtschaftlichen

    Raums.

6. Umweltschutz und Reduktion des CO2-Überschusses.

7. Aufbereitung und Bereitstellung der gesammelten Erfahrungen und Wissens an

    Dritte. Öffentliche Arbeit/ Infoveranstaltungen um regionale und gesellschaftliche

    Entwicklung anzustoßen und um Sensibilisierung und Akzeptanz für Umweltschutz

    zu erhöhen.

 

Grundidee

Eine mindesten ab 500 bis 1000 ha große Agrarfläche soll renaturiert und zunächst in Extensivgrünland umgewandelt werden. Parallel dazu wird eine Landschaftssiedlung, angepasst an die gegebene Landschaftsmerkmale mit Paarzellengröße von 1 bis 3ha geplant und realisiert. Zwischen den Paarzellen sollen unterschiedlich große Flure aus Waldflächen, Steuobst- und Blühwiesen eingerichtet werden. Als Beispiel hierzu dient agrararchitektonisch die Lennésche Feldflur (s. Bornimer Feldflur in Potsdam, welche von UNESCO bereits 1990 zum Weltkulturerbe erklärt wurde). Die natürlichen Biotope u.a. die Kleingewässer/ Sölle sollen wiederhergestellt sowie neue zahlreiche Biotope und Lebensraumtypen geschaffen werden.

Die Paarzellen (1-3 ha) stellen an für sich kleine Biotope mit unterschiedlichen Gewichtungen dar und bilden in ihrer Gesamtheit ein großes in sich geschlossenes Naturreservat für vor dem Aussterben bedrohte Flora- und Fauna- Arten. Innerhalb dieser Biotope (Paarzellen) werden Teile der Fläche symbiotisch integriert (s. Permakultur) und für landwirtschaftliche Produktion streng im Sinne des biologischen Garten- bzw. Landbaus genutzt.

Die Projektmaßnahmen beinhalten konkret Züchtung und den Anbau gefährdeter Nutzpflanzen (genetische Ressourcen) sowie Zucht und Haltung von vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen, umweltschonenender biologischer Anbau von Gemüse, Heil- und Gewürzpflanzen, Kern- und Steinobst sowie Wein und Hopfen. Traditionelle Produktionsformen werden dabei gezielt gefördert. Die Bodenfruchtbarkeit wird durch verschiedene effektive Humusbildungsmaßnahmen (z.B. Humusaufbereiter, effektive Microorganismen (EM1)) wiederhergestellt und verbessert.

Durch intensive Renaturierungsmaßnahmen und ökologisch nachhaltige landwirtschaftliche Bearbeitung der Einzelflächen/ Flure und Paarzellen werden eine rasche Renaturierung und eine effiziente landwirtschaftliche Produktion möglich. Die Paarzellen werden von „Kleinlandwirten“ (v.a. Familien mit Kindern) erworben oder gepachtet. Die Auflagen im Sinne des biologischen Garten- bzw. Landbaus werden eng überwacht.

Hochqualitative landwirtschaftliche Erzeugnisse können aufgrund der steigenden Nachfrage lokal und überregional der Bevölkerung angeboten und erfolgreich vertrieben werden.

Bei der Bereitstellung von Wirkstoffen (Kräuteranbau) für Arzneimittel- und Kosmetikherstellung ist die Zusammenarbeit mit namhaften Öko- Hersteller wie Weleda, Wala, Dr. Hanuschka, Sonnentor usw. geplant.

Hierdurch wird auch die wirtschaftliche Grundlage der jungen Kleinlandwirten geschaffen. Zum Konzept gehört auch Selbstversorgung, v.a. eine unabhängige umweltfreundliche Energieversorgung, Mehrgenerationenwohnen.

 

Kurzfristiger Umsetzungsplan

-       Gründung des Vereins „Ökolandschaftssiedlung Sophia“- bereits erfolgt.

-       Die Anmeldung zum eingetragenen Verein ( e.V.)- wird in kürze beim Amtsgericht eingereicht.

-       Durch Zusammenschluss mit anderen Bürgerinitiativen kann man schätzungsweise aktuell von über 100 Familien sprechen, die sofort das Konzept in die Tat umsetzen wollen. Bei Bekanntgabe des Projekts ist mit ca. 500-750 Familien alleine in Berlin zu rechnen.

-        Internetpräsenz/ Nutzung der Internetplanform ab April

-        Intensive Suche nach entsprechender Fläche und Investoren voraussichtlich Ende April/ Mai

 Finanzierung

Die Projektfinanzierung soll u.a. durch Private Investoren, Spenden, günstige Kredite (KFW/Umwetbank) auf der einen Seite und durch Förderprogramme BFN des Bundes und EU auf der anderen Seite gewährleistet werden.

 

 

 

Begriffe:

Unter Extensivgrünland (artenreiches Grünland)

 sind vorwiegend 1-2-schürige Heu- und Öhmdwiesen zu verstehen. Es gehören aber auch langjährig extensiv bewirtschaftete Weiden in Höhenlagen dazu. Solches Grünland wird standortgerecht genutzt und erfährt nur eine teilweise Rückführung der Nährstoffe über Wirtschaftsdünger (Stallmist, Jauche). Artenreiche Wiesen gehören zu den sogenannten FFH-Biotopen und genießen nach EU-Recht (Natura 2000) einen besonderen Schutz.

Permakultur ist ein Konzept zum Aufbau landwirtschaftlich produktiver Lebensräume, die sich selbst erhalten. Dazu gehören ebenso unsere kulturellen und natürlichen Lebensräume in ihrer ganzen Vielfalt. Permakultur integriert ökologisch basierte Entwurfskriterien, die Ethik einer wertorientierten Arbeit und die einmaligen, standortspezifischen Gegebenheiten eines Ortes und seiner Bewohner, ob menschlich oder nicht menschlich.

Mitte der 1970er Jahre entwickelten die beiden Australier Bill Mollison und David Holmgren innovative Ideen im Bereich alternativer landwirtschaftlicher Anbaumethoden. Damit sollte die Nahrungsversorgung weltweit langfristig besser gesichert werden, als mit den vorherrschenden industriell-konventionellen Anbaumethoden. (Für das mit David Holmgren entwickelte PermaKultur Konzept wurde Bill Mollison 1981 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.)

Sie beobachteten ebenso wie der japanische Mikrobiologe Masanobu Fukuoka, dass die industrielle Landwirtschaft durch ihre Präferenz für Monokulturen und dem massiven Einsatz von Kunstdüngern und Pestiziden erhebliche unerwünschte 'Nebenwirkungen' hatte. Sie verschmutzte und vergiftete Böden, Wasser und Tiere. Als direkte und indirekte Folge ging die Artenvielfalt erheblich zurück und jedes Jahr wurden tonnenweise ehemals fruchtbarer Boden der Erosion preisgegeben. Inzwischen wurden diese Beobachtungen längst bestätigt und weltweit kritisiert. Veränderungen zum Positiven sind im globalen Maßstab nicht zu verzeichnen.

Das Ausmaß und die Folgen der Erosion von fruchtbaren Ackerböden haben seit den 1970er Jahren weltweit in bedrohlichem Maße zugenommen. 75 Milliarden Tonnen Boden werden jährlich durch Wind und Wasser erodiert, meistens auf landwirtschaflichen Flächen.

Diese Verluste lassen sich durch einen auf Erhalt angelegten Umweltschutz nicht ausgleichen.Ein lebendiger Boden könnte einen erheblichen Teil des im globalen Stoffkreislauf vorhandenen CO2 Überschusses binden - und das ganz ohne technischen Aufwand.

Bornimer Feldflur/ Lennésche Landschaftsarchitektonik

Die Feldflur war 2001 in Potsdam einer der landschaftsarchitektonischen Höhepunkte, denn noch niemals zuvor waren Agrarflächen Gegenstand des gestalterischen Konzepts einer Bundesgartenschau. Die Veranstalter entschlossen sich jedoch nicht ohne Grund für die Neuerung, denn die Verschönerung landwirtschaftlich genutzter Flächen hat in der Umgebung der brandenburgischen Hauptstadt eine lange Tradition. Nicht umsonst erklärte die UNESCO die Kulturlandschaften Potsdams bereits 1990 zum Weltkulturerbe.

Zurück geht die Gestaltung der Bornimer Feldflur auf einen Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV., der 1842 den Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné anwies, Agrarflächen in den Gemarkungen Bornstedt und Bornim zu verschönern. Der Gartenkünstler setzte den Auftrag um – und schuf eine malerische Gutsherrenlandschaft aus Alleen, Schutzhecken, Baumgalerien und Gehölzpalisaden. Das Land Brandenburg hat die Schönheit dieser natürlich bebauten Nutzflächen nach der Vereinigung Deutschlands wieder entdeckt, und so entstand in der Vorbereitungsphase der BUGA 2001 der Plan, die Lennésche Feldflur in das Gestaltungskonzept einzubinden. In der Folge wurden die alten Baum- und Gehölzbestände verjüngt, alte Alleen wie die Lindenallee restauriert und neue Fuß- und Radwege angelegt. Heute gehört die 65 Hektar große Fläche zwischen Kirschallee und Amundsenstraße zu den beliebtesten Potsdamer Naherholungsgebieten.

Zur Nutzung einer Agrarfläche gehört auch der Gartenbau. Dieser Aspekt wurde auf der BUGA 2001 in Potsdam am Rande der Bornimer Feldflur in Form einer Kleingartenanlage umgesetzt, die in maximal 150 Parzellen erstmals Schrebergärten mit Grünflächen kombinierte. Ganz andere Dimensionen repräsentiert in diesem Zusammenhang der berühmte Garten „Sieben Jahreszeiten“, mit dem sich der Gartenphilosoph Karl Foerster (1874 – 1970) in der Bornimer Feldflur schon zu Lebzeiten sein eigenes Denkmal schuf. Der gartenarchitektonische Leckerbissen in der Talmulde des Röthelpfuhls wurde anlässlich der Bundesgartenschau nach den Plänen von 1912 rekonstruiert und ist heute wieder im Original zu besichtigen.

Als Naherholungsgebiet hat die Bornimer Feldflur dem Besucher aber noch mehr zu bieten. Bequeme Wege laden zum Wandern, Radfahren und Joggen ein. Reizvolle Rastplätze und bezaubernde Landstriche fordern den modernen Menschen dagegen zum Innehalten, Verweilen und Ausruhen auf. Von der Eigendynamik dieser außergewöhnlichen Landschaft ließ sich 2001 auch der Berliner Komponist Hans Peter Kuhn inspirieren, der für die Bundesgartenschau in der Feldflur eine Klangremise errichtete, die mithilfe von Naturgeräuschen einen akustischen Raum schuf.

Wer genau hinhört, kann in der Bornimer Feldflur heute noch sommers wie winters den Klängen lauschen, die bereits Lenné tief ins Land der agrararchitektonischen Träume entführt haben.

EM 1

Vor etwa über 30 Jahren begann der japanische Agrarwissenschaftler Prof. Teruo Higa mit seinen Forschungen zur Verbesserung der Bodenqualität mithilfe natürlicher Mikroorganismen. Er war sich bewusst, dass der Boden “der Darm” einer jeden Pflanze ist und nur auf einem gesunden Boden eine gesunde Pflanze wachsen kann. Er begann seine Foschungen mit einzelnen Stämmen von Mikroorganismen, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Erst eine Mischung verschiedener Mikroorganismen brachte den Durchbruch. Prof. Higa entdeckte eine Mischung nützlicher und hilfreicher Mikroorganismen, die ihre natürlich vorkommenden Artgenossen bei ihren vielfältigen Aufgaben unterstützen, so für ein aktives Bodenleben und hohe Bodenfruchtbarkeit sorgen und die Kreisläufe im Boden wieder schließen konnten. Diese Mischung nannte er EM Effektive Mikroorganismen®.

Intensive Forschungen und zahlreiche Praxiserfahrungen machten es möglich, die bereits gewonnenen Erfahrungen mit EM Effektive Mikroorganismen® zunehmend auch auf andere Bereiche des Lebens und die gesamte Natur zu übertragen. Es entstand die EM-Technologie. Dieser Begriff umfasst heute nicht mehr nur die reine Vermehrung von bestimmten Bakterienkulturen. Vielmehr geht es dabei um differenzierte und hochentwickelte Fermentationstechniken: Es werden nicht nur bestimmte, von Prof. Higa definierte Bakterienstämme, sondern vor allem auch die nützlichen Besiedler der natürlichen Zutaten aller EM-Produkte sowie deren Stoffwechselprodukte (zum Beispiel Antioxidanzien, Enzyme und Vitamine) gezielt vermehrt. Alle natürlichen Rohstoffe sind immer mit für sie typischen Mikroorganismen besiedelt. Da sie für die Herstellung der EMIKO Produkte nicht sterilisiert werden, ist es möglich, durch gezielte Fermentationstechniken die erwünschten positiven Arten dieser natürlichen Bakterien besonders zu fördern, so dass sie ebenfalls im Endprodukt enthalten sind. Neben den ursprünglichen Produkten für Boden und Pflanzen konnten so Produkte für Mensch und Tier, Haus und Garten sowie zahlreiche weitere Anwendungsgebiete entwickelt werden, die entsprechend auf ihren Einsatzbereich abgestimmt sind.